
Als wir vor einigen Wochen diese Fahrt nach Gallien verabredet hatten, hoffen wir schon auf besseres Wetter zu diesem Zeitpunkt. Leider war das nicht so, der Winter hatte uns auch im Februar noch voll im Griff. Trotzdem beschlossen wir mit einigen anderen Hardcore Camperfreunden diese Fahrt nicht zu verschieben. Am Heimathafen unseres Stellplatzes angekommen fuhren wir gleich los. Nur einie wenige Schneeverwehungen im Bereich Sollenau und Günselsdorf. Sonst war die Anreise problemlos, die Straßen waren alle salznass. Wenn da nicht das eine negative Erlebnis gewesen wäre. Auf der Autobahn bei Stockerau war mein Scheibenfrostschutz alle, was bei diesen Wetterbedingungen nicht lustig war. 8km musste ich mit verschmierten Scheiben ohne mehr viel nach vorne zu sehen weiter fahren bis endlich eine Tankstelle kam.

Die Freude es geschafft zu haben wich wenige Minuten später Ärger und einem dicken Hals. Verlangen diese Abzocker doch für 3 Liter Scheibenfrostschutz 13,99 EUR!!!! Diese Preisstrategie stufe ich schon glatt als Verbrechen ein. Nun gut, mir blieb nichts anderes übrig habe aber dazu gelernt. Zu Hause am Heimathafen steht unser PKW, dessen Kennzeichen wir am WoMo haben und im Kofferraum steht ein 5 Liter Kanister Frostschutz!

Je weiter wir ins Waldviertel kamen, umso mehr wurde der Schnee, aber die Hauptstraßen waren weiterhin alle gut geräumt und salznass! Die von Camperfreunden aus Google Earth gesuchten GPS Daten stimmten um 5km nicht. Das stellte aber kein Problem dar, da ab Horn Gallien gut ausgeschildert war. Die restlichen 400m waren dann Schneefahrbahn hinein in den Wald. 2x bin ich kurz hängen geblieben konnte mich aber wieder frei "schaukeln". Eine märchenhafte Winterlandschaft war der Lohn, tief verschneit lag Gallien vor uns und hielt Winterschlaf. Nur aus dem Rauchfang einer Hütte qualmte es, davor stellten wir unsere schmutzigen WoMo´s ab. Dann kam auch schon unser Gastgeber Bruno und begrüßte uns auf das herzlichste! Noch schnell das Stromkabel mit unseren Fahrzeugen verbunden und dann rein in die warme Stube.

Man merkte es sofort am Geruch, hier wird Schnaps gebrannt. Und das wie in Großvaters Zeiten, mit Maische, Wein und Kanidiszucker, beheizt mit Holz. Bruno kredenzte uns ein Begrüßungsstamperl welches uns fast aus den Socken hob.

Wir lernten dann noch seine Frau, die Moni samt Ihren Eltern und einige Freunde des Hauses kennen. Eine echt "gmiadliche" Partie kann ich nur sagen. Wir hatten eine Menge Gaudi, plauderten über dies und das. Selbst gemachter Marmorkuchen und Kaffee zur Jause. Auch einen Beamer mit riesiger Leinwand gab es hier drin, Olympia war gerettet.


Zum Abendessen gab es dann Chilli con carne und Kaiserschmarrn. Gegen 19.00 Uhr kam dann eine angemeldete Saunagruppe, ebenfalls Freunde des Hauses. Wir wurden ebenfalls eingeladen an der aus 3 Etappen bestehenden Runde mit zu machen, Sissy tat es. Die Sauna hatte Bruno vor gar nicht langer Zeit aus Finnland importiert und neben der Hütte am Ufer eines Schwimmbiotops aufgebaut.

Normalerweise wird im Winter das Eis aufgehackt und so mancher Saunageher stieg zum Abschluss ins eisig kalte Wasser. Ich stand mit der Kamera bereit, leider war an diesem Abend kein mutiger dabei. Kurz nach 22.00 Uhr gingen wir dann schlafen.

schaut gut aus dort in galien. aber auch dein blog lässt sich gut an. ist eine gute alternative zum normalen live-reisebericht.
lgk